Baulöwen aufgepasst! Bürgerbeteiligung eröffnet – HELIOS-PARK statt Helios-Höfe!
AKTUALISIERUNG 27. August 2010: Das nächste Treffen der Bürgerinitiative Helios findet am Dienstag, den 31.8.2010 um 20:00 Uhr in der Halle “Atelier Colonia” (Körnerstr. 37, Ehrenfeld) statt. Nach viel Presseresonanz auf unsere Veranstaltung im BÜZE Ehrenfeld, und nach einem ersten Treffen mit den Investoren, wollen wir uns diesmal auf die Veranstaltung der Bezirksvertretung Ehrenfeld zum Thema am 15.9. vorbereiten.
AKTUALISIERUNG 3. August 2010: Mittlerweile hat der Eigentümer des Areals, eine gemeinsame Grundstücksgesellschaft von Bauwens und der MFI (Management für Immobilien AG – die haben die Arcaden in Kalk verbrochen), sein Vorhaben präzisiert: In die Rheinlandhalle – jetzt ein Möbelladen, ein Fahrradladen und ein Fitnessstudio – soll eine Markthalle, in der Frischwaren verkauft werden sollen. Da sich der Betrieb einer solchen allein nicht rentiere – und um nichts anderes geht es hier – soll drumherum eine Mall mit mindestens 20.000 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen. Alles gehalten im Stil einer Industrie-Architektur, “die die vorhandenen Formen aufnimmt und eine hohe Aufenthaltsqualität bietet”. Aha und na ja. Mehr dazu in einem Artikel des KSTA vom 3. August.
AKTUALISIERUNG 2. Juli 2010: Die Informations- und Diskussionsveranstaltung der Bürgerinitiative Helios im Bürgerzentrum Ehrenfeld war ein großer Erfolg: Mehr als 200 Gäste fanden trotz der sensationell hohen Temperaturen den Weg ins Büze.
Hier ein paar Eindrücke aus Sicht von DEINE FREUNDE:
Abschreckendes Beispiel Köln Arcaden
Zunächst zeigte Almut Skriver von der BI-Arbeitsgruppe Stadtentwicklung historische und aktuelle Bilder vom Heliosgelände und kontrastierte sie mit Schockbildern von den Kalker Arcaden. Die Parallelen sind offensichtlich: Auch in Kalk wurde eine ehemalige Industriebrache “verschönert”, dort wurde ein ganz ähnlicher Turm wie der Heliosturm entgegen allen Regeln der Kunst “umbaut”. Grauenhaft!
Potenzialanalyse auf dem Prüfstand
Danach stellte Marc Höhmann vom Amt für Stadtentwicklung und Statistik die umstrittene Potenzialanalyse der Bezirksvertretung Ehrenfeld vor. Diese weist nicht nur nach Ansicht von DEINE FREUNDE erhebliche Mängel auf: Nur ein Beispiel: Der untere Teil der Venloerstraße wird als Trading-Down-Area diffamiert – da wo im Zuge des Moscheebaus zahlreiche neue Geschäfte entstehen werden und wo gerade ein flammneuer Aldimarkt aufgemacht hat, wo der Weltempfänger sich etabliert hat und es diverse Bistros und Fachgeschäfte gibt – das ist also Trading-Down in den Augen der Stadtverwaltung? Herr Höhmann versicherte im übrigen, dass der Stadt bislang weder Pläne noch ein Bauantrag des Investors vorliege.
Gute Jobs, schlechte Jobs
Mit Axel Stadtländer von der Buntbuchhandlung und Daniel Kumme vom Designquartier (derzeit Mieter auf dem Gelände) kamen auch unmittelbar Betroffene der geplanten Helios-Höfe zu Wort. Dem Buchhändler geht es dabei nicht nur um die Konkurrenz in Form eines Buchdiscounters auf dem Gelände, sondern auch um den sich dann verändernden Charakter des ganzen Viertels. Ein Verdi-Vertreter schilderte die Folgen eines Einkaufszentrums für die Beschäftigten des Einzelhandels auf der Venloerstraße anhand des Beispiels Kalker Hauptstraße. Dort haben nach Eröffnung der Arcaden zahlreiche Geschäfte zumachen müssen. Qualifizierte Mitarbeiter verloren ihre Jobs – und im Einkaufszentrum werden bloß Aushilfen gesucht.
Wie viel Geld hat der Ehrenfelder?
Nach dem Podiumsteil entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, bei der insbesondere die Potenzialanalyse der Stadt ins Visier geriet. Engagierte Ehrenfelder wiesen darauf hin, dass im Barthonia-Forum Läden leerstehen. Warum also neu bauen, anstatt den Leerstand auffüllen? Auch die jetzt schon angespannte Verkehrssituation um das Heliosgelände wurde thematisiert – wie würde sich ein Einkaufszentrum darauf auswirken? Kommen die neuen Kunden umweltfreundlich mit Bahn oder Fahrrad – wie die Analyse suggeriert – oder doch eher mit dem Auto? Werden die neuen Kunden nach dem Einkauf im Helioseinkaufsparadies die Venloerstraße hoch und runter flanieren – wie die Analyse suggeriert – oder sich ins Auto setzen und zurück nach Kerpen fahren? Und überhaupt: reichen über 30.000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche auf der Venloer Straße nicht sowieso aus?
Von Kalk lernen
Erfreulich war auch die Beteiligung einiger Kalker Bürger, die mit den Arcaden das schon hinter sich haben, was Ehrenfeld noch bevorsteht. Dabei wurde klar: Eile ist geboten! Nette Gespräche mit dem Bauderzernenten dienen nach den Erfahrungen der Kalker Betroffenen in der Regel nur der Beschwichtigung des Bürgerwillens. Das hätten die Kalkarcaden gezeigt. Da habe es auch im Vorfeld zahlreiche Unterhaltungen “in angenehmer Atmosphäre” (auch mit Herrn Höhmann, dem Podiumsgast aus der Stadtverwaltung) gegeben – das Ergebnis ist nun in Kalk zu bewundern. DEINE FREUNDE vermuten, dass bereits fertige Pläne für das Heliosgelände in der Schublade von Bauwens-Adenauer liegen. Angeblich stellt die Bauwens-Gruppe diese am 15. September 2010 auf Einladung der Bezirksvertretung Ehrenfeld vor (Siehe Termine).
Die Veranstaltung machte klar: Ein einheitliche Linie gibt es bislang in der BI noch nicht. Während DEINE FREUNDE an ihrer Maximalforderung, gar kein Einkaufszentrum zu bauen, festhalten, wollen andere Mitglieder eher bei der Gestaltung der Helios-Höfe mitreden. Welche Strömung sich am Ende durchsetzt, ist zum derzeitigen Zeitpunkt aber egal. Hauptsache ist, der Investor und seine Unterstützer in Rat und Verwaltung bekommen Gegenwind zu spüren.
Auch die Presse berichtet:
KSTA: Heliosgelände – Bürger gegen Einkaufszentrum
Report-K: Zukunft der Helios-Höfe: Leuchtturmprojekt oder 08/15 Shopping Mall – Bürgerinitiative in der Büze
Stadtrevue: Kein Bock auf uniforme Filialisten – Helios-Gelände
Die BI hat jetzt eine eigene Hompage: Bürgerinitiative Helios.
Als Zückerchen noch das: Spiegelonline: Hohe Wertsteigerung – Adenauer-Enkel machen erstaunliche Grundstücksdeals

Brachgelände seit Jahrzehnten - doch was passiert nun?
Der Artikel der Stadtrevue vom April 2010 brachte Ehrenfelds prominenteste Brache zurück in die öffentliche Diskussion. Hatten wir uns doch die vergangenen Jahre fast an dieses auf den ersten Blick unwirtliche Gelände gewöhnt, so ist von der Öffentlichkeit fast unbemerkt doch einiges geschehen. Ein Bebauungsplan ist seit 2006 aufgestellt, das Gelände wurde 2008 an die Bauwens-(Adenauer)-Gruppe verkauft. Die Idee auf dem Gelände ein neues Bezirksrathaus zu bauen wurde in der Zwischenzeit auch wieder verworfen.
Was ist nun geplant?
Ein privater Investor möchte natürlich in erster Linie Geld verdienen, und dies will Bauwens mit einem großen Einkaufszentrum. Rund 30.000 qm Verkaufsfläche wird auf Bauwens-Seite gewünscht, die Stadt hält bislang maximal ca. 20.000 qm für verträglich. Daneben sind 8.000 qm Mittelklasse-Wohnraum sowie 3.500 qm Bürofläche vorgesehen.Von Grünflächen hört man nichts.
Wer ist bedroht?
Rheinlandhalle (BOC, Yellow-Möbel, Fitness etc.), Heliosturm und Helioshaus (Ärztehaus) sind denkmalgeschützt, die Halle des italienischen Supermarktes möchte die Ehrenfelder SPD ebenfalls unter Denkmalschutz sehen. Dem Underground und weiteren Ateliers droht jedoch der Abriss.
Am meisten fürchten muss sich jedoch der Ehrenfelder Einzelhandel, ein Einkaufszentrum in der Größe der Kalk-Arkaden könnte massiven Umsatz-Abfluss für die Venloer Straße und deren Geschäfte bedeuten. Natürlich setzt sich für diese Geschäftsleute auch die Bezirksvertretung ein, so wurde ein Gutachten angefordert.
Die Potenzialanalyse
Im Gutachten der Gesellschaft Stadt + Handel aus Dortmund werden die Auswirkungen der sog. “Helios-Höfe” auf die Venloer Straße untersucht, und gleichzeitig Sortiment- nebst Flächenempfehlungen für ein mögliches Einkaufszentrum ausgesprochen. Grundlegende Idee ist hierbei, dass der bestehende Handel hauptsächlich kurzfristigen Bedarf (Lebensmittel, Drogerie) abdecke, wenn man dagegen in den Helios Höfen mittelfristigen Bedarf (z.B. Textilen) ansiedele, kommen sich die beiden Zentren nicht in die Quere, im Gegenteil: Mit den beiden dicken Enden Helios Höfe und Kaufland, sowie der dazwischen liegenden Venloer Straße entstehe eine ‘Knochenstruktur’, Konsumenten pendeln zwischen den beiden Zentren hin und her und beleben(!) nebenbei auch noch den eingesessen Einzelhandel.
Alles gut?
Mitnichten! Nach mehreren Nachprüfungen seitens der Gutachter wurde die Flächenempfehlung nicht nur von 15.000 – 17.000 auf 20.600 qm hochgeschraubt. Auch die Konzentration auf den mittelfristigen Bedarf wurde aufgeweicht, so findet sich nun doch kurzfristiger Bedarf in der Empfehlung: Lebensmittel, Körperpflege, Apotheke … Besonders entzündet hatte sich der Streit zwischen Politik und Investoren auch anhand der geplanten Großbuchhandlung im Center, kann Ehrenfeld doch noch einige Buchläden nennen, und sogar in den vergangenen Jahren neue ansiedeln. Im Gutachten gelten diese Buchhandlungen aber als z.T. sehr spezialisiert, als Beleg hierfür muss eine türkische Buchhandlung herhalten. Dass der ‘andere Buchladen’ und die Bunt-Buchhandlung Vollsortimente führen wird nicht erwähnt. Erstaunlich auch, dass in Sachen Buch die empfohlene Verkaufsfläche von 400 qm (erstes Gutachten) auf 680 qm in der zweiten Ergänzung ansteigt. Die Begründung ist interessant: Potenzielle Interessenten wie Thalia oder Hugendubel brauchen 700 qm, da Ehrenfeld aber in dieser Größe keine leerstehende Ladenlokale zu bieten hat, muß der Buchmarkt mehr Platz als vorgesehen in der Mall bekommen. Unverhohlener kann man dem Investor wohl kaum das Wort reden! Auch die Beschreibung der Situation auf der Venloer Straße trifft den Kern nicht. Im Gutachten wird betont, dass die Helios Höfe auch eine Chance für die Venloer Straße bedeuten könnten (wir erinnern uns: Knochenstruktur), um diese Hilfsbedürftigkeit zu untermauern wird dem Anfang der Venloer Straße in Ehrenfeld eine ‘trading down’ Tendenz unterstellt. Obi hat dort geschlossen, das Viertel geht den Bach runter. Hier ist jedoch seit Jahren das Gegenteil der Fall, statt Obi gibt es nun Aldi, gegenüber der Piusstrasse eröffnete das Hostel Weltempfänger in einem vormals leerstehenden Hotel, und auch den Moscheebau kann man durchaus als äußerst repräsentativen ‘Dienstleister’ verstehen.
Damit kein falscher Eindruck entsteht. Die Venloer Straße ist nicht Kölns schönste Einkaufsmeile, auch intakt ist sie sicher nicht, doch wer länger in Ehrenfeld wohnt, merkt: Es geht wieder aufwärts! Strauss Innovation, Weinhandlung Scholzen, Saveurs de Provence, ‘immer Essen’, die Bunt-Buchhandlung etc., sie alle haben sich ganz bewußt an der Venloer Straße angesiedelt, ganz ohne Einkaufszentrum! Die Stadt Köln investiert derzeit Millionen in die Umgestaltung der Straße, ein neues Einkaufszentrum gefährdet alle bescheidenen Erfolge der letzte Jahre! Bleibt noch die Frage: Wer braucht eigentlich diese Mall?
Was wollen wir?
Ganz sicher nicht ein neues Einkaufszentrum! Auch nicht den zusätzlich entstehenden Verkehr. DEINE FREUNDE wollen den Bestand auf dem Helios Gelände erhalten, die gewiß nicht schönen Brachflächen wollen wir in einen Bürgerpark verwandeln. Ehrenfeld braucht Grün, und keinen neuen Konsumtempel, der den bestehenden Einzelhandel gefährdet!
Wie geht es weiter?
In der Politik wird bislang nur über Sortiment und Größe des Einkaufszentrums diskutiert. In Ermangelung anderer Ideen und Investoren möchte niemand Bauwens-Adenauer verschrecken. Wir machen uns diese Sorgen nicht! Politik und Bürger haben noch genug Einflussmöglichkeiten, lasst uns gemeinsam diese ausloten. Entwickeln wir einen Weg hin zu einem grünen Zentrum Ehrenfelds in dem man sich gerne aufhält. Mischen wir uns ein: Die Bürgerbeteiligung ist eröffnet! Wir haben alle Chancen!
Quellen, das zitierte Gutachten, weitere Infos hier:
Ansprechpartner bei der Stadt: http://www.stadt-koeln.de/4/stadtplanung/bebauungsplaene/01371/
Gutachten, Bebauungsplan & andere offizielle Unterlagen: http://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=22348&voselect=4492
Facebookseite der Bürgerinitiative “Keine Helios-Höfe in Köln-Ehrenfeld”
Koelncampus: Interview mit FREUNDIN Ute Symanski zum Heliosgelände
Artikel der Stadtrevue vom Juni 2010
Artikel der Stadtrevue vom April 2010
Artikel im KStA vom 19.4.2010 http://www.ksta.de/html/artikel/1270457664698.shtml
Artikel im KStA vom 14.5.2008 http://www.ksta.de/html/artikel/1209912081616.shtml
Mitdiskutieren: Deutsches Architektur Forum
Und hier haben wir noch einen ersten virtuellen Blick in eine mögliche neue Mall
Artikel Stand: 4.5.2010, Autor: Thor Zimmermann

Lieber Thor, liebe Freunde,
als Ehrenfelder Nachbar habe ich nichts gegen ein Einkaufszentrum, das uns einen Saturn oder Mediamarkt und ein paar Bekleidungsläden etc. bringt. Die Sache mit dem Buchhandel sehe ich aber genauso wie oben geschildert.
Mathias Haentjes
also ich habe sehr wohl was gegen eine grosse mall. ich will lieber kleine läden und mehr platz fuer kreative lädchen oder kleine cafes, einfach andere ideen, die hier eine möglichkeit haben, realisiert zu werden. ehrenfeld braucht doch keine copy der innenstadt zu werden, zudem ist saturn und mediamarkt nicht weit weg…schrecklich, wenn die auch nach ehrenfeld kommen würden. finde fuer eine stadt ist es wichtig, dass es unterschiedliche viertel gibt und diese vereinheitlichung insb. in form von immer gleichen ketten in immer gleichen einkaufspassagen machen städte langweilig und austauschbar.
Ich wohne zwar nicht in Ehrenfeld, aber ich sehe was die Kalk-Arkaden mit der Kalker Hauptstrasse veranstaltet haben. Hier gibt es nur noch 1-euro-Läden, Fastfood und Handygeschäfte. Um den Tante Emma Bäcker mach ich mir erhebliche sorgen, wie lange der sich noch halten kann. Bei zwei Backwerken und Billy Back innerhalb der nächsten 500 Meter, kein Wunder.
Ausserdem bin ich gegen einen Abriss des Undergrounds und allem was da drum herum dranhängt. Da geht ein Stück Kultur verloren, abenso wie auf der Venloer Strasse, wenn die kleinen Läden schließen müssen.
Köln scheint noch nicht hässlich und unanttraktiv genug zu sein…
Einer der wenigen, netten, kreativen Viertel soll nun also auch dem Kommerz-Hai zum Opfer fallen – schade.
Weitere Bedenken meinerseits:
Wer soll sich denn dort kostenintensiv amüsieren? Ehrenfelder Studenten? Oder die geballte Finanzkraft aus dem Bickendorfer Hochhaus? Vielleicht die Klientel, die sich bereits ab 9 Uhr morgens am Ehrenfelder Bahnhof und umzu volllaufen lässt? Höchst zweifelhaft.
Womit wir zum Verkehr kommen: Den Spaß, während der Rush-hour mal in der Vogelsanger oder Venloer Strasse zu stehen, sollten die Macher mal erleben. Potentielle Kunden (und somit zusätzliche Verkehrsteilnehmer) der Mall machen das gern einmal mit. Ein Mal…
Aber da Köln im ungebliebten Schatten des ungeliebten Düsseldorf steht, somit deutlichen Nachholbedarf zeigt und diese Pläne sicherlich einmal mehr während einer Sessionsitzung im Kölsch-Vollrausch unter “Kumpeln” wasserdicht gemacht worden sind, haben die, die sich den Mist Tag für Tag ansehen und antun müssen einmal mehr die wohlbekannte A****karte gezogen.
Und wenn ich diese Dinge und den Rest betrachte, der Köln schon so hässlich gemacht hat, finde ich die Kampagne wirklich nur allzu passend:
Köln braucht Freunde – aber wer will das sein???
Beste Grüße
Kann sich einer von euch – egal wie alt ihr seid – Ihrefeld ernsthaft OHNE Underground vorstellen???
hey, ich finde die aktion mit der Bürgerinitiative toll. Ich kann nur unterstützen, dass ein an das viertel angepasstes konzept gefordert wird, das auf die bedürfnisse des viertels eingeht. wichtig ist doch auch die schaffung eines belebten und freundlichen umfeldes mit wohn- und lebensraum. kann man der Bürgerinitiative beitreten auch wenn man zum weltempfängertreffen nicht kommen konnte??? viele gruesse. Gisea
Hallo Freunde,
ich hab aus der Stadtrevue das erste mal davon gehört. Und zwar hing eine Artikelkopie in einem Schaufenster. Mir kam die Idee, dass man die Ehrenfelder noch viel mehr darüber informieren muss. Denn es gibt noch einige, die nichts oder nur zu wenig davon wissen. ‘Deine Freunde’ könnten damit punkten, dass sie ihrem Anspruch an Bürgernähe noch gerechter werden, indem sie z.Bsp. Flyer verteilen (oder wieder Sprüche auf den Boden sprühen) und auf die Möglichkeit einer Beteiligung bei der Bürgerinitiative hinweisen. Je vielseitiger die Kanäle sind, über die man informiert wird (Zeitung, Magazin, Flyer, …), umso ernster nimmt man das ‘Problem’ und das schafft noch mehr Bereitschaft zur Mitgestaltung. Denn es müssen viele ran, um gegen einen entschlossenen Investor anzutreten. Aber es ist UNSER Viertel und WIR sollten miteintscheiden können, wir WIR leben wollen!
Also, Freunde, macht die Sache noch transparenter, gestaltet eure Politik noch Bürgernäher und dann wird daraus auch ein schönes Heliosgelände!
Grüsse
Hallo Gisea,
hier findest Du aktuelle Information zur Bürgerinitiative: http://deinefreunde.atomator.de/?p=3026 oder schick eine mail an helios@deinefreunde.org – dann erhälst Du einen Newsletter mit Treffen, Terminen etc.
Schöne Grüsse, Thor
Hallo liebe Freunde, ich finde die Idee der Helios Höfe ehrlich gesagt gar nicht so verkehrt. Die Kalk-Arcaden als Vergleich ran zu ziehen ist wohl eher etwas unpassend da Kalk und Ehrenfeld nicht miteinander vergleichbar sind. Und die 1 EURO Shops gabs auch schon vor den Arcaden.
Viel wichtiger als die Helios-Höfe zu verhindern finde ich es, sich in die Planung mit einzumischen und mitreden zu dürfen was die Gestaltung und Umsetzung angeht. Zumindest war auf den Seiten der Stadt Köln zu lesen das es sich wohl wirklich um “Höfe” handeln soll und um mehrere freistehende Gebäude. Insofern würde es mich eher interessieren wie das ganze gestaltet ist.
In Ehrenfeld krankt der Einzelhandel doch eher daran das es hier “KEINEN” attraktiven Einzelhandel gibt. Insofern sich das Angebot mit dem bereits bestehenden ergänzt würde es Ehrenfeld sicher stark aufwerten und man müßte eben nicht zwangsläufig in die Innenstadt fahren wenn man mal shoppen gehen will.
Außerdem werden in umliegender Nähe mehrere große Wohnungsneubauprojekte umgesetzt. Z. B. am Grünen Weg, Alpener Straße etc. Somit wird auch die Einwohnerzahl Ehrenfelds weiter steigen und der Bedarf an attraktiven Geschäften auch.
Ich bin grundsätzlich also dafür. Aber wie gesagt, ich fänds schön wenn man die Ehrenfelder mit einbeziehen würde das die Planung und Gestaltung angeht. Denn der jetztige Zustand des Geländes ist ziemlich traurig.
Rainer K.
Es ist immer wieder eine Schande, wenn gewachsene Stadtstrukturen zerstört werden um gesichtslosen immergleichen Kommerz zu realisieren und die Stadtviertel sich dadurch immer ähnlicher werden.
Da Ehrenfeld im Aufstreben ist und die Bevölkerungszahl wächst, sollte natürlich auch über ein Austocken der Einkaufsmöglichkeiten nachgedacht werden. Jedoch sollte dies in einem Rahmen stattfinden, der die gewachsene Ehrenfelder Struktur akzeptiert und darauf aufbaut. Dies sollte im Sinne jedes einzelnen Kölners sein, denn es gilt, Köln in seiner Diversität zu erhalten und Ehrenfeld ist nunmal eines der prägendsten Stadtviertel Kölns!
Es ist gerade das Kulturangebot – mit der “Institution” Underground, den Kneipen, kleinen Bars und dem kreativen Einzelhandel, das Ehrenfeld zu dem macht was es ist – das sollten und dürfen wir uns nicht kaputtmachen lassen!
Nicht ohne Grund wächst die Bevölkerungszahl in Ehrenfeld, weil es das ist, was es ist!
Vielen Dank für diese Initiative!
Als Freunde des web 2.0 könntet ihr die Aktion mit einer Seite auf Facebook etc. flankieren.
Ein sinnvoller Vorschlag für das Gelände wäre neben einem Park m.E. ein Markt oder eine Markthalle, wie man es aus Städten wie Budapest, Barcelona oder Wien kennt und woher diese nicht zuletzt ihre Lebensqualität ziehen.
Lieber Johann Christian Edelmann,
die facebook Gruppe gibt es schon: http://tinyurl.com/3a22lms
Die Markthallenidee tönt sehr gut – bitte selbst in der BI vorschlagen, ok?
Lieber Matthias,
die Seite bei Facebook habe ich trotz redlicher Bemühung zuvor nicht gefunden – gut, nun davon zu wissen.
Was die BI angeht, so werde ich versuchen, bei Gelegenheit mal vorbei zu schauen, am nächsten Termin jedoch schaffe ich es sicherlich nicht. Entsprechend schwierig dürfte es werden, die Markthallenidee selbstständig einzubringen.
Liebe Kölner FreundInnen in Ehrenfeld,
nach unseren Erfahrungen als Bürgerinitiative “Kasierplatzgalerie? Nein danke!” mit der geplanten Shoppingmall in Aachen sollte die Maximalforderung “kein neues Einkaufszentrum” lauten. Meine Empfehlung: Lasst euch nicht von entkräftenden Realo-Kommunalparlamentariern (”… diskutiert mal kräftig … wird aber schwer zu verhindern sein”) davon abbringen! Bei entsprechendem Willen geht es auch anders z.B. mit einem neuen Park. Und diesen Willen bringt ihr mit langem Atem vorbildlich … zum Ausdruck
Solidarische Grüße
Horst Schnitzler (Mitglied des Aachener Sprecherkreis der BI Kaiserplatzgalerie? Nein danke!)
Mit diesem Einkaufscenter würde Ehrenfeld einer zusätzlichen Überbelastung an Luftverschmutzung und Verkehrslärm ausgesetzt werden!
Wir müssen hier schon die Innere Kanalstraße, den Gürtel und die Ausfallstraßen wie Venloerstr., Subbelratherstr. und Vogelsangerstr. ertragen. Der überdurchschnittliche Zuzug von jungen Familien und mit deren kleinen Kinder in den letzten 15 Jahren erlaubt schon gar keine zusätzlichen Emissionsbelastungen mehr durch Feinstaub und Lärm. Geschweige denn noch mehr Verkehr.
Dies kann weder die Kölner Stadtverwaltung noch die Politik verantworteten und schon gar nicht erlauben.
Hallo Freunde, meine Frau und ich kommen regelmäßig aus Kerpen in das Helios-Viertel. Mit besonderem Vergnügen besuchen wir dann den typisch italienischen Parma-Delikatessen-Supermarkt und decken uns mit Delikatessen und Wein ein. Anschließend folgt dann noch ein Rundgang bis zur Venloer Strasse. Es ist schön, in dieser interessanten und lebhaften Urbanität nicht die Aufreihung der üblichen Filialen großer Supermarktketten anzutreffen. Die können wir in jeder kleineren und größeren Stadt finden. Wir fänden es schade, wenn so ein individueller und interessanter Supermarkt mit persönlichem Flair, als Zugpferd für das ganze Viertel, einer falschen Stadtplanung zum Opfer fiele.
Hallo zusammen,
ich persönlich finde das Gelände rund um das Underground ziemlich schrecklich und es wird Zeit, dass da mal was gemacht wird – wohl aber nicht eine neue Shopping Mall.
Die Markthallenidee klingt gut – in Berlin wurde gerade die Markthalle am Marheinekeplatz in Kreuzberg komplett umgebaut – weil das Konzept stimmt und die Anwohner die Halle annehmen. Wäre es nicht sinnvoll, ein zukunftsorientiertes Konzept zu entwickeln, das sich mit neuen städtebaulichen Entwicklungen befasst – ökologisch gebaut mit Passivhaus, Photovoltaikanlagen etc? Dazu ein Bürgerpark … das wäre doch was…